70 Liter Pflanzenkohle

Am Samstag, 16. März 2024 fand in Unterhausen ein Workshop zur Herstellung von Pflanzenkohle statt, der großes Interesse bei rund 15 Teilnehmenden weckte. Veranstaltet wurde der Workshop im Reissenbachtal von der Offenen Grünen Liste Lichtenstein.

Der Referent Thomas Mautner-Hipp konnte anschaulich zeigen, wie der Pyrolyseofen, auch Kon-Tiki genannt, genutzt werden kann.A

Aus trockenem Schnittgut von Obstbäumen wurde hochwertige Pflanzenkohle hergestellt, um langfristig CO2 im Boden zu binden. Die Teilnehmenden lernten nicht nur die theoretischen Grundlagen kennen, sondern konnten selbst Hand anlegen. Die Teilnehmenden lernten die Vorbereitung und das Anzünden des Holzturms sowie die richtige Handhabung während des Brenn-Prozesses.

Die zweite Referentin des Workshops, Angie Mautner, demonstrierte sehr anschaulich die Weiterverarbeitung der Pflanzenkohle anhand von Proben. Somit erhielten die Teilnehmenden einen Einblick, welche Möglichkeiten es gibt, um die Pflanzenkohle „aufzuladen“ und zur Bodenverbesserung einzusetzen.

Die Herstellung und Verwendung von Pflanzenkohle spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und in der Förderung der Bodengesundheit. Pflanzenkohle wird durch die Pyrolyse von Biomasse hergestellt, einem Prozess, bei dem pflanzliche Materialien unter Sauerstoffausschluss verkohlt werden. Dabei entsteht eine stabile Kohlenstoffverbindung, die über lange Zeiträume im Boden verbleibt.

Insgesamt wurden während des Workshops etwa 70 Liter Pflanzenkohle produziert, und die Teilnehmenden konnten sich einen Anteil nach Hause mitnehmen.